Danke für alles!

„Einer unter den Aussätzigen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm.“ Lukas 17, 15-16

Was hast du, wofür du Gott wirklich dankbar bist?
Zur Zeit bin ich dankbar für ALLES, was ich habe. Familien, Gesundheit, materielle Dinge, Zeit, eine Aufgabe, Freunde… und vieles mehr.

Oft sehen wir hier, im Südsudan, Menschen denen vieles fehlt.
Einige davon trafen wir vor Weihnachten, als wir Nahrungsmittelpakete verteilten. Von Sozialarbeitern war erst der Bedarf erhoben und Gutscheine verteilt worden. Und so trafen wir sie, am 23. Dezember, in einer langen Schlange angestellt. Jede und jeder erhielt einen großen Sack, gefüllt mit Holzkohle, Bohnen, Reis, Mehl, Tee, Seife und natürlich Zucker ;). Kein Tee ohne mehrere Löffel Zucker für unsere einheimischen Freunde.

Viele zeigten ihre Dankbarkeit und priesen „Rabuni“, unseren Gott. So wie diese Oma:

Im nächsten Jahr möchten wir gerne eine WIFI Bibel dazu schenken. Noch arbeiten wir an der Umsetzbarkeit dieses Projekts. Bitte betet dafür.

Ich habe vorher gesagt, dass ich meine Kinder nicht verpflichten werde, bei dieser Aktion mitzuarbeiten. Als ich in der Woche vor Weihnachten verkündete: „Ich packe Essenspakete, wer macht mit?“, waren beide gleich dabei. Es verlangte uns allerdings viel ab. Am ersten Vormittag füllten wir Öl in 500ml Flaschen. Das benötigte Fingerspitzengefühl, aber war interessant. Auch das auswählen und verpacken von Babykleidung. Am nächsten Vormittag füllte wir Bohnen und Mehl in kleinere Säckchen. Nach einer Stunde wollten die Kinde nicht mehr. Ich fand, sie hatten toll mitgemacht und entließ sie. Die nächsten beiden Vormittage halfen meine Mädchen ebenfalls teilweise mit, aber nicht die gesamten zwei Stunden. Als dann alle Einzelteile zusammengefügt wurden, in Zusammenarbeit mit den Kindern des Waisenhauses, mussten wir Strategien finden, um meine Kinder bei er Stange zu halten. Valerie teilte sich die Arbeit mit einer Freundin, denn die Säcke wurden ganz schön schwer. Johanna assistierte einem älteren Mädchen, mit dem sie sich nebenbei unterhalten konnte. Sie hielt die Säcke auf, damit die Ältere die Kohle hinein legen konnte.

Als alles geschafft war, wünschten wir uns nur noch eine Dusche. Der Boden am Gelände des Waisenhauses besteht aus Erde und ist dementsprechend staubig.

Am nächsten Tag, dem Tag vor Weihnachten verteilten wir alles. Florian war auch mit dabei, ebenso wie andere Kolleginnen und Kollegen. Mit höchster Konzentration malten die Kinder ein Zeichen auf die Gutscheine. Dann bekamen 250 Frauen, Kinder und Männer ein Paket in die Arme gedrückt bzw. auf den Kopf gehoben. Das würde ein Weihnachtsessen werden! Ich freute mich für die Familien, die in ärmlichsten Verhältnissen leben.