Happy Mother’s Day!

Mir geht es gut. Mein Mann macht in der Früh Palatschinken (Pancakes) und meine Mädchen bereiten den Rest des Frühstücks zu. Frisch geduscht kann ich mich zum Tisch setzen. Ich bekomme zwei Karten überreicht. Ok, diese Bastelarbeit habe ich angeleitet. Bei uns verschwimmt die Mama-Rolle eben mit der Lehrerinnen-Rolle.
Wir besuchen den Gottesdienst und beten dort in kleinen Gruppen.
„Betet für all die Mütter, die zu Witwen geworden sind, in den letzten Jahren. Ihre Kinder sind Waisen und sie wissen nicht, was sie essen sollen.“ erinnert uns Lisette. Ich muss schwer schlucken. Alle unsere Palatschinken würden nicht reichen. Ich sehe ganze Volksstämme vor mir.
Wie so oft in den letzten Wochen sind meinen Gebetsanliegen klein und die Not hier viel größer.
Wir können unsere Töchter ernähren, die Arztrechungen bezahlen und ich kann sie auch unterrichten. Ihre Zukunft ist gesichert.

Was kann ich beitragen?
Wie kann ich den Menschen helfen?
Mittlerweile wünschte ich nicht nur, dass ich Ärztin wäre, sondern auch noch Agrarökonomin. Und Hebamme. Und eine richtige Lehrerin.
Die Aufgabe ist einfach zu groß.

Aber ich bin nicht alleine. Viele Menschen lassen sich von Gott (be)rufen. Eine Kollegin führt zur Zeit einen Erste-Hilfe Kurs für die Mitarbeiterinnen im Waisenhaus durch. Eine andere leitet Workshops zu Versöhnung zwischen den Stämmen. Frauen aus meinem Bibelkreis stellen Material zur Alphabetisierung her. Damit kann man dann auch seine Bibel verstehen lernen. Eine Kollegin verwaltet Spendengelder und überprüft die damit finanzierten Projekte. Eine Hebamme ist jetzt auch neu in unser MAF Team gekommen.

Gott hat jeden von uns einzigartig begabt. Ich staune über Ihn und habe neue Hoffnung. Für dieses Land und jede Mutter darin. Gott kennt unsere Not.